Komfortables Mehrlagen-Prinzip im Skilanglauf

Früher achteten überwiegend die Leistungssportler beim Skilanglauf auf eng anliegende, aerodynamisch gearbeitete Langlaufanzüge mit entsprechenden Funktionalitäten. Heute ist auch der Anspruch des Freizeitsportlers bezüglich Behaglichkeit und Tragekomfort der Laufanzüge für Skilanglauf gestiegen. Als Reaktion darauf bietet die Bekleidungsindustrie für den Wintersport Funktionsbekleidung nach dem „Zwiebelschalen-Prinzip“ an.

Einteiler oder Zweiteiler

Die Auswahl des Langlaufanzuges sollte sich danach richten, ob eher ein langsamer oder schneller Skilanglauf bevorzugt wird. Für die gemütlichere Langlaufvariante ist etwas wärmere Kleidung zu wählen. Mit der mehrlagigen Bekleidung kann der Skilangläufer je nach der Außentemperatur und Laufgeschwindigkeit variieren.

Der Langlaufanzug sollte in jedem Fall, unabhängig vom jeweiligen Modetrend, atmungsaktiv sein. Er muss den Skilangläufer vor Wind, Kälte und der durch die sportliche Aktivität (Anstieg) erzeugte Hitze schützen. Beim durch den Skilanglauf gesteigerten Energieumsatz wird nur ca. 20 Prozent der Wärme in Leistung umgesetzt, die restlichen 80 Prozent werden über die Körperoberfläche als Schweiß abgegeben.

Daher muss bereits die Unterwäsche des Skilangläufers den Schweiß nach außen abgeben und warmhalten. Diesem Anspruch wird die Baumwolle nicht gerecht, sondern nur die Kunstfaser, die keine Feuchtigkeit aufnimmt, sondern diese nach außen transportiert. Eine gute Wintersportbekleidung besteht aus den Schichten Sportunterwäsche, einer Zwischenschicht (Shirt/ Skirolli) und dem eigentlichen Laufanzug, der einteilig oder zweiteilig sein kann. Man sollte darauf achten, dass der Langlaufanzug so gefertigt ist, dass er die richtige Balance von Nässe, Trockenheit, Kälte und Wärme herstellen kann.

Für den Skilangläufer mit Ambitionen ist in Anlehnung an die Leistungssportler ein hochelastischer, eng anliegender Skilanglaufanzug (Einteiler oder Zweiteiler) zu wählen, der dem Skilangläufer eine große Bewegungsfreiheit ermöglicht. Je nach Laufart können auch Modelle mit verstärktem Lenden- und Kniebereich sinnvoll sein. Der Langlaufanzug aus wasserdichtem Material sollte aber unter den Achseln und im Rückenbereich Möglichkeiten der Lüftung bieten.

Gerade im Achselbereich entsteht durch die Schweißabsonderungen ein hoher Wasserdampfdruck. Auch ein doppelter Reißverschluss auf der Vorderseite ist zu empfehlen, da bei starkem Schwitzen die Jacke geschlossen bleiben kann und durch die Öffnung des zweiten Reißverschlusses die Luftzirkulation gewährleistet wird. Beim langsameren Skilanglauf ist eher eine Hose und eine atmungsaktive Jacke, die vor Wind und Nässe schützt, geeignet. Generell wärmt sich ein Langlaufanzug in dunkler Farbe bei Sonnenstrahlen schneller auf.